Das Niedermoor:

Niedermoore sind stets flache Moore, welche häufig konkave Depressionen füllen NEUHÄUSL (1972). Es handelt sich hierbei um eu- bis mesotrophe Moore, welche vom Bodenwasser abhängig sind. Sie entstehen z.B. im Verlandungsbereich von Seen, in Quellgebieten oder in Überschwemmungsbereichen von Flüssen wie z.B. flachen Flussrändern, Flussdeltas oder in Gebieten, welche an von den Gezeiten beeinflussten Flüsse grenzen.

Niedermoore sind im Vergleich zu Hochmooren i.d.R. artenreich GÖTTLICH (1976). Zu den wichtigsten Niedermoorpflanzen gehören Seggen (Carex sp.), Schilfrohr (Phragmites australis (CAV.) TRIN. ex STEUD.), Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile L.), Rohrkolben-Arten (Typha sp. L.), Moose sowie Sumpfhölzer, wie z.B. Schwarzerle (Alnus glutinosa L.) und Moorbirke (Betula pubescens EHRH.) NEUHÄUSL (1972). Als Begleitpflanze der Niedermoore treten u.a. manche Enzianarten (Gentiana sp.) auf (in Deutschland vor allem in den Alpen). Die Seggen bilden oft ausgedehnte Schwingrasen.

Der pH-Wert der Niedermoore liegt i.d.R. zwischen 4 und 7,5 GÖTTLICH (1976).